Ehen, Partnerschaften und Paare stärken

Am Ende der Som­mer­ses­sion habe ich einen Vor­stoss ein­ge­reicht, der Ehen, Part­ner­schaf­ten und Paare stär­ken will. Der Bun­des­rat soll in einem Bericht einen Über­blick über Prä­ven­ti­ons­mass­nah­men geben sowie Emp­feh­lun­gen machen, wie Schei­dun­gen und Tren­nun­gen bes­ser ver­hin­dert wer­den kön­nen. Eine quan­ti­ta­tive Abschät­zung der per­sön­li­chen und gesell­schaft­li­chen Fol­ge­kos­ten soll hier­für die Grund­lage bil­den und letzt­lich den Pro­fit sol­cher Prä­ven­ti­ons­ar­beit für die Gesell­schaft ins­ge­samt auf­zei­gen.

In mei­nem Vor­stoss bitte ich den Bun­des­rat, in einem Bericht eine quan­ti­fi­zierte Abschät­zung der Kos­ten von Schei­dun­gen, Auf­lö­sun­gen ein­ge­tra­ge­ner Part­ner­schaf­ten und Tren­nun­gen von Kon­ku­bi­na­ten vor­zu­neh­men – sowohl für die betrof­fe­nen Haus­halte als auch für die Gesell­schaft ins­ge­samt. Dabei soll er nicht nur die öko­no­mi­sche Situa­tion der Haus­halte nach der Tren­nung berück­sich­ti­gen, son­dern auch die Aus­wir­kun­gen auf allen­falls betrof­fene Kin­der, gesund­heit­li­che Fol­gen, die etwai­gen Kos­ten für die Sozi­al­hilfe sowie die Aus­wir­kun­gen auf den Woh­nungs­markt.

Best-Practice-Prävention gegen Tren­nun­gen

Gleich­zei­tig soll der Bericht einen Über­blick geben über beste­hende Prä­ven­ti­ons­mass­nah­men in der Unter­stüt­zung von Ehe­paa­ren, ein­ge­tra­ge­nen Part­ner­schaf­ten und Kon­ku­bi­nats­paa­ren etwa im Bereich der Bera­tung, der The­ra­pie sowie ande­rer For­men der Beglei­tung. Der Bericht soll bewährte Prak­ti­ken iden­ti­fi­zie­ren und Emp­feh­lun­gen an die betei­lig­ten Akteure, ins­be­son­dere an die Kan­tone abge­ben, wie Tren­nungs­si­tua­tio­nen mög­lichst ver­hin­dert wer­den kön­nen.
 

«Wenn es uns gelingt, Ehen, Part­ner­schaf­ten und Paare dau­er­haft zu stärken, wird davon auch die Gesell­schaft ins­ge­samt enorm pro­fi­tie­ren.»
Marc Jost, EVP-Nationalrat


Marc Jost begrün­det sei­nen Vor­stoss unter ande­rem damit, dass getrennt­le­bende Eltern laut einer Stu­die des Bun­des­am­tes für Sozi­al­ver­si­che­run­gen über gerin­gere finan­zi­elle Mit­tel ver­fü­gen. Ins­be­son­dere allein­er­zie­hende Müt­ter seien am stärks­ten gefähr­det, in Armut zu gera­ten, Sozi­al­hilfe zu bezie­hen und gesund­heit­li­che Pro­bleme zu bekom­men: Studie

Marc Jost